Aufbau und Funktion der Blitzschutzanlage

Eine Blitzschutzanlage besteht aus folgenden 4 Teilen:



Fangeinrichtung:

Als Fangeinrichtung bezeichnet man die Fangstangen und Fangleitungen die am Dach befestigt sind die zum Auffangen des Blitzes dienen. Dazu werden verschiedene Materialien wie Aluminium (auf Wunsch auch in Farbe), Kupfer oder verzinktes Eisen verwendet.

Ableitungseinrichtung

Die Ableiter sind das Zwischenstück von Fangeinrichtung und Erdungsanlage und dienen zur Ableitung des Blitzes vom Dach in den Boden. Diese können bei Neubauten Unterputz verlegt bzw. bei Altbauten Aufputz oder entlang der Fallrohre nachgerüstet werden. Die Anzahl der Ableiter hängt von der Art und Größe des Gebäudes ab.

Erdungsanlage

Die Erdung ist für die möglichst schnelle Verteilung des Blitzes in der Erde zuständig. Diese kann durch Fundamenterdung (bei Neubauten in der Bodenplatte), Ringerdung (Horizontalerdung um das Gebäude) bzw. durch Tiefenerder (Vertikalerder) errichtet werden.

Potentialausgleich

Bei einem Blitzeinschlag kann der äußere Blitzschutz allein nicht verhindern, dass Schäden im Inneren des Gebäudes (z.B. an Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen, Heizung- und informationstechnischen Anlagen) auftreten. Deswegen ist innerer Blitzschutz wichtig (Potentialausgleich und Überspannungsschutz), dies verhindert auch gefährliche Funkenbildung innerhalb eines Gebäudes.

Der Potentialausgleich der mit der Erdungsanlage verbunden ist, dient dem Zweck, das alle metallenen Teile ein gleiches Potential aufweisen, und er Erde abgeleitet werden. Somit entstehen keine Funkensprünge.